Nofollow Mythen

Nofollow Mythen

Neulich war ich in einem Blog über schöne Einrichtung unterwegs und habe gesehen, was mir in letzter Zeit immer häufiger auffällt: externe Links werden mit dem Nofollow Attribut entwertet.

Dieser Trend irritiert mich. Wenn man den Leuten nicht vertraut, zu denen man linkt, sollte man nicht über sie schreiben. Allerdings machen dies inzwischen auch viele große Webseiten und es werden sogar Links entwertet, die zu bekannten, vertrauenswürdigen Seiten führen. Noch beunruhigender ist die Tatsache, dass viele Blogger (und SEOs) offenbar missverstehen, wie man das Attribut richtig verwendet.

Überblick

Es gibt einen Unterschied zwischen der Verwendung von Nofollow für eine ganze Seite durch den Header und der Verwendung für bestimmte Links.

Ich kann mir kein Beispiel denken, bei dem ich das Nofollow Attribut auf Seitenebene einsetzen und den Fluss aller Signale zu anderen Seiten unterbinden möchte. Und doch wird Nofollow auf Seitenebene auf vielen Webseiten verwendet.

Man kann in Erwägung ziehen, das Attribut auf einigen Nutzerinhalten oder bezahlten Links zu verwenden, um sicher zu gehen, aber eine ganze Seite zu entwerten ergibt nicht viel Sinn.

So behandelt Google Nofollow

Ein entwerteter Link überträgt keine Autorität und keine Relevant (Ankertext) auf die verlinkte Seite. Im Wesentlichen führt die Verwendung des Attributs also dazu, dass die Ziellinks aus dem Gesamtgraphen des Webs entfernt werden.

Es ist immer eine gute Idee, den Link-Juice durch die eigene Website fließen zu lassen. Wenn du kannst, implementierst du ein System, dass automatisch Links entwertet, die etwa in den Kommentaren unter Blogartikeln gepostet werden – Links also, die du sonst mühselig von Hand kontrollieren müsstest. Wenn ich mir Seiten von Experten anschaue, wie die Seite für SEO Hamburg, die in der Regel oben erscheint (also recht stark sein muss), dann sehe ich gar keine Nofollow Links. Da wird also genau das Gegenteil von dem gemacht, was Blogger machen. Aha!

Einige Blogger benutzen nofollow-Attribute für Links in erstklassigen Inhalten und denken, dass sie es sicherer macht. Aber das ist wirklich nicht zutreffend. Ein Nofollow kann ein kleines bisschen Crawl-Budget sparen, aber es ist selten die Mühe wert. Es schafft nur eine Sackgasse und behindert den Signalfluss durch Ihre Website, besonders wenn es auf Seitenebene verwendet wird. Ich verstehe schon.

Darüber hinaus ist es ein Vertrauenssignal für die eigene Seite, wenn “echte” Links auf andere, vertrauenswürdige Seiten gesetzt werden. Wenn ein Blog alles auf Nofollow hat, dann sieht das für Google sicherlich ebenso seltsam und suspekt aus wie für mich.

Die Konkurrenz untereinander

Eine andere Sache, die ich vor kurzem gesehen habe, sind Blogs, deren eigene Seiten teils auf Noindex gesetzt wurden, damit sie nicht mit anderen Seiten desselben Blogs konkurrieren können. Das geschieht wohl, wenn jemand falsche Vorstellungen über die Kannibalisierung von Keywords hat und meint, seine wichtigere Seite könnte in Google ausgeblendet werden, während eine unwichtigere Seite gezeigt wird. Das ist aber nicht zwingend der Fall. Oftmals sehe ich tatsächlich, dass eine Website zwei Einträge in der Suchmaschine erhält!

Zusammenfassung

Hier sind einige wichtige Punkte, die man beachten sollte:

  • Verwende Nofollow nur bei bestimmten Links (etwa in Kommentaren oder Foren)
  • Verwende es nicht auf Seitenebene, denn das schadet mehr als alles andere.
  • Allen ausgehenden Links zu entwerten, kann für deine Website schädlich sein! Wenn du auf ganz normale Webseiten verlinkst, ist das völlig normal und gewünscht.

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